Traumatische Erlebnisse gibt es im Leben beinahe jedes Menschen. Vor allem die sog. "Man made"-Traumata, also solche, die ein Menschen einem anderen zufügt, hinterlassen Spuren in der Persönlichkeit und der weiteren Entwicklung der betroffenen Person. Es können Trauma-Folgestörungen auftreten und das weitere Leben beeinflussen. Diese Folgestörungen können die unterschiedlichsten Ausprägungen annehmen - von einer Posttraumatischen Belastungsstörung angefangen bis hin zu allen möglichen psychiatrisch diagnostizierbaren Krankheiten.

Traumapädagogik setzt es sich zum Ziel, pädagogisch mit diesen Folge-Erscheinungen umzugehen. Dadurch lernen Betroffene, mit diesen Traumafolgen zu leben. Auch Angehörige können mittels sog. "Psycho-Edukation" (also der Aufklärung über die Situation des Kindes, Elternteils, Freundes usw., der traumatische Erfahrungen in seinem Leben gemacht hat) lernen, den betreffenden Personen besser beizustehen und sie in ihrem weiteren Leben zu begleiten. Spezielle, individuell angepasste Interventionstechniken und Ressourcenübungen schaffen eine Steigerung des eigenen Selbstwerts und damit eine gute Basis für den weiteren Umgang mit dem Erlebten.

Die Verbindung mit der Tiergestützten Pädagogik auf dem STÜHOF ermöglicht es betroffenen Personen, sich schneller und leichter den traumapädagogischen Angeboten zu öffnen, da Tiere eine Atmosphäre von Geborgenheit und Sicherheit schaffen, was für jegliches traumapädagogisches Arbeiten unumgänglich ist.

Dies ist auch in der einschlägigen Fachliteratur nachzulesen:

„Tiere können bei physischer, psychischer Verletzung oder Behinderung ein effektives alternatives Dialogangebot sein. Je nach dialogischem Bedarf können beispielsweise das ruhige Halten, sorgsame Umgehen mit Tieren, Geborgenheit spüren und geben, das Vertrauen des Tieres spüren, eine Alternative zur erlebten Gewalt oder zu körperlichen, seelischen Einschränkungen darstellen.“

(Quelle: OLBRICH, Erhard / OTTERSTEDT, Carola (Hrsg.): Menschen brauchen Tiere. Grundlagen und Praxis der tiergestützten Pädagogik und Therapie. Franckh-Kosmos Verlag. Stuttgart 2003, S. 104.)

 

Spezialzielgruppe: Pflege- und Scheidungskinder: Gerade bei dieser Zielgruppe treten durch die bereits gemachten Erfahrungen und Beziehungsab- und -umbrüche oftmals Traumafolgestörungen auf, mit welchen durch den tiergestützten Einsatz von Traumapädagogik gut und schonend gearbeitet werden kann.

 

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