Auf dem STÜHOF erwarten unsere kleinen und großen Gäste viele unterschiedliche Tierarten, die es zu entdecken, erforschen und erleben gilt. Jede Tierart und jedes Individuum sind einzigartig und bieten ihre ganz spezifischen Besonderheiten, die es zur co-pädagogischen Arbeit qualifiziert. Die Arbeit mit sog. "Nutztieren" ermöglicht es unseren Gästen, diese völlig anders wahrzunehmen als als reine Fleisch-, Wolle- oder Eierlieferanten.

 

Schafe:

Schafe eignen sich durch ihr sanftes und eher ruhiges Wesen sehr gut, Menschen mit Unruhemomenten bzw. auch ängstlichen Personen pädagogisch zu begegnen. In der Gegenwart von Schafen gelingt es den meisten Menschen, zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen und die tierische Begegnung zuzulassen.

Unsere Kamerunschafe, eigentlich eine etwas temperamentvollere Wildschafrasse, sind gut sozialisiert und zumeist neugierig auf das Zusammentreffen mit Menschen jeglichen Alters. Sie lieben jedoch besonders Kinder.

 

Ziegen:

Ziegen sind temperamentvoller als Schafe, zeigen deutliche Hierarchien und Rangkämpfe und sind besonders neugierige Tiere. Dadurch sind sie als Co-Pädagogen für viele Zielgruppen gut geeignet und Menschen können beim notwendigen Respekt für diese sehr willensstarke Tierart wundervolle tiergestützte Momente erleben.

 

Unsere Ziegen zeigen alle Ausprägungen von "ziegischem" Leben: die tierartspezifische Experimentierfreude, die Freude an Dominanzspielen, aber auch die liebenswerte und sehr menschenbezogene Seite dieser Tierart einerseits, sowie ihre Intelligenz und Vorsicht andererseits können gut beobachtet und erfahren werden.

Besonders "Bocki", unser Ziegenbock ist ein Charmeur erster Klasse.

 

Mini- und Hängebauchschweine:

Mini- und Hängebauchschweine haben dieselben Eigenschaften wie ihre größeren Verwandten: sie sind sehr intelligent, wissbegierig, lieben es zu faulenzen und sich im Schlamm zu suhlen, um sich abzukühlen und vor Insekten zu schützen. Als tierische Co-Pädagogen sind sie vor allem durch ihre Lust, etwas Neues zu entdecken gut geeignet.

 

Unsere Schweine führen ein sehr gemütliches und ruhiges Leben. Sie sind geduldig und lassen sich - wenn dabei die notwendige Ruhe herrscht - auch gerne mal streicheln. Man kann an ihnen die typischen Charakteristika von Schweinen gut erkennen.

 

Enten, Hühner, Gänse:

Diese drei Geflügelarten sind in ihrem Wesen her sehr unterschiedlich:

- Gänse sind sehr wachsam und mitunter angriffslustig, wenn es darum geht, ihr Heim zu verteidigen.

- Hühner sind sehr neugierig, ständig unterwegs auf der Suche nach Futter, aber auch sehr gewissenhaft, wenn es abends darum geht, wieder von alleine in den Stall zu kommen.

- Enten lieben das Wasser - sie schwimmen, baden und "gründeln" darin am liebsten den ganzen Tag über.

 

Unsere Vögel sind vor allem bei Kindern sehr beliebt, da viele von ihnen noch nie zuvor einen Vogel gestreichelt und dabei erlebt haben, wie sich Gefieder oder die Krallen eines Huhns oder die Schwimmhäute einer Ente anfühlen. Generell werden die Geflügelrassen nur indirekt in die tiergestützte Arbeit mit einbezogen. Sie werden beobachtet, nachgeahmt, mit ihren ausgefallenen Federn und den eingesammelten Eiern werden Entdeckungs- und Lernspiele gemacht. Auch die Interaktion der Muttertiere mit ihren Jungen kann gut beobachtet werden.

 

Hunde:

Hunde gelten quasi als Paradebeispiel für tiergestützte Arbeit und werden in vielen Einrichtungen und Kontexten eingesetzt. Durch ihre Gelehrigkeit, ihre Treue und Anhänglichkeit dem Menschen gegenüber und ihre umfangreiche Einsatzmöglichkeiten sind sie in weiten Bevölkerungskreisen sehr beliebt. Sie verfügen über einen ausgezeichneten Geruchssinn, sind sehr wachsam und je nach Rasse familien- bzw. rudelbewusst.

 

Unsere Hunde führen ein echtes "Hundeleben" - wie auf dem Foto ersichtlich. Sie sind wohl erzogen, verhalten sich Fremden gegenüber in unserem Beisein freundlich und neugierig und werden aufgrund ihrer Größe und Gutmütigkeit zumeist sofort ins Herz geschlossen.